Veröffentlicht am 31 Juli, 2018 — in ,

Themenwoche: Mobilität

Mobilität bei Krebs

Wie kommt man als Krebspatient zur Behandlung? Darf man überhaupt selbst fahren? Wer bezahlt das Taxi?

Viele Krebspatienten können ganz oder überwiegend ambulant betreut werden. So kann man im häuslichen Umfeld bleiben und trotzdem alle Behandlungen der Krebstherapie oder der Rehabilitation erhalten. Nach der Behandlung geht es wieder in die eigene Häuslichkeit, in der auch die Nacht verbracht wird. Im eigenen Bett zu schlafen, empfinden die meisten Patienten als einen deutlichen Gewinn an Lebensqualität. Aber es stellt sich häufig die Frage, wie die Wege zu den Behandlungen finanziell bewältigt werden können: Bezahlt die Krankenkasse die Fahrt mit dem eigenen PKW oder mit dem Taxi? Oder werden nur die Kosten für öffentliche Verkehrsmittel erstattet? Was gibt es noch für Möglichkeiten, um z.B. nach einer überstandenen Krebserkrankung wieder zur Arbeit zu kommen?

Bei der Fahrt mit dem eigenen PKW muss man körperlich und geistig dazu in der Lage sein. Andernfalls kann der Versicherungsschutz gefährdet sein. Dies kann der behandelnde Arzt untersuchen und mit einem Attest belegen. Denn durch die Krebserkrankung, deren Behandlung oder auch Nebenwirkungen (z.B. Medikamente) kann die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigt sein. Die entstandenen Fahrtkosten können durch eine Wegstreckenentschädigung teilweise erstattet werden. Ebenfalls können die Kosten für Taxifahrten oder öffentliche Verkehrsmittel durch die Krankenkasse übernommen werden. Auch wenn Krankenwagen oder Mietwagen genutzt werden müssen, weil beispielsweise eine Einrichtung für Rollstuhlfahrer benötigt wird, können die Kosten dafür übernommen werden.

Damit aber Fahrtkosten zu einer ambulanten Behandlung übernommen werden können, muss dies zuvor von der Krankenkasse genehmigt werden. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, frühzeitig mit der eigenen Krankenkasse Kontakt aufzunehmen.

Wichtig zu wissen: Man muss eine Zuzahlung leisten. Hierbei müssen pro Fahrt 10% des Fahrpreises, mindestens 5 Euro und maximal 10 Euro, jedoch nie mehr als die tatsächlich entstandenen Kosten selbst getragen werden. Diese Zuzahlungen müssen auch für Kinder und Jugendliche geleistet werden.

Auf diesen Seiten finden Sie weitere Infos rund um das Thema Transport bei Krebs:

https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/basis-informationen-krebs-allgemeine-informationen/mobil-trotz-krebserkrankung.html

https://www.gkv-spitzenverband.de/krankenversicherung/ambulante_leistungen/fahrkosten_krankentransport/fahrkosten_krankentransport.jsp

https://www.g-ba.de/downloads/62-492-1495/KT-RL_2017-09-21_iK-2017-12-23.pdf

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