RESOLUT für Nordthüringen - Konferenz für eine gesunde Region

Am 21. August 2018 besuchten über 100 Teilnehmer im Thüringer Landtag die “Konferenz für eine gesunde Region”, um sich über eine Strategie zur Verbesserung der Versorgung von Krebspatienten in Nordthüringen zu beraten.

RESOLUT veranstaltete in Anwesenheit hochkarätiger Gäste seine Zukunftskonferenz. So waren u.a. Christian Carius (Präsident des Thüringer Landtags), Christian Hirte (MdB, Ostbeauftragter der Bundesregierung), Heike Werner (Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen), Burkhard Zinner (Referatsleiter des Referats “Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik, Grundsatzangelegenheiten” im TMWWDG) und Hans-Peter Hiepe (Leiter des Referats “Regioniale Innovationsinitiativen; Neue Länder” im BMBF) nach Erfurt gekommen, um an der Konferenz für eine gesunde Region teilzunehmen.

Weitere Referenten und Diskutanten waren u. a. Vertreter der Krankenkassen, des Landesseniorenrates Thüringen, der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen, der Landesapothekenkammer Thüringen, der Thüringischen Krebsgesellschaft, des Bundesverbandes der Kehlkopfoperierten, der Jungen Union Thüringen und Ärzte verschiedener Fachrichtungen.

Alle Teilnehmer verfolgen ein gemeinsames Ziel. Sie wollen die Versorgung von Krebspatienten in Nordthüringen verbessern. Im Rahmen der Konferenz wurde die aktuelle Situation in Nordthüringen deutlich.

Wo gibt es Ressourcen und Potentiale? Welche Barrieren zeigen sich und welche konkreten Ideen können zu einer Verbesserung der Situation von Krebspatienten beitragen?

Der Fokus muss auf der Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure liegen. Den Vernetzungsgedanken betonten sowohl Christian Carius, als auch Heike Werner. Es muss ressortübergreifend und quergedacht werden, um die Versorgung der Menschen in der Region zu verbessern. Digitalisierung soll dabei, als “Chance für eine Verbesserung der Patientenbetreuung” genutzt werden.

Christian Hirte rückte in den Mittelpunkt, dass die Probleme, die in einigen Jahren bundesweit auftauchen werden, heute schon, “wie in einem Brennglas” im Osten Deutschlands zu erkennen seien. Dadurch hätten, mit Blick auf die Zukunt, heutige Lösungsstrategien im Osten Modellcharakter für die gesamte Bundesrepublik.

Burkhard Zinner, hob hervor, dass im Rahmen des RESOLUT Projektes mit Hilfe von Innovationen “soziale Quantensprünge” möglich seien.

Hans-Peter Hiepe sprach sich für “unternehmerischen Input, neue Geschäftsmodelle und neue Beschäftigungsmöglichkeiten” für die Region aus, “von denen auch andere Regionen etwas lernen und an ihre eigenen Gegebenheiten anpassen” könnten.

Die Leiterin des Konsortiums, Prof. Dr. Jutta Hübner, zeigte sich überzeugt, dass RESOLUT ein Leuchtturmprojekt in Nordthüringen werden könne und so die Versorgung von Krebspatienten in Deutschland insgesamt verbessern werde.

Prof. Dr. Elmar Hinz, Projektleiter der Hochschule Nordhausen, betont Zukunftsfähigkeit und Potentiale der Gesundheitsbranche, um den regionalen Strukturwandel voranzutreiben. “Die Menschen in der Region müssen aktiviert und vorhandene Stärken aufgegriffen werden, um den Herausforderungen in Nordthüringen zu begegnen.”

“Man muss Menschen mögen”, lautete der Leitspruch von Stefan Bachmann, Elternsprecher der Gymnasien in Nordthüringen. Und genau das ist das Ziel des Projektes. RESOLUT möchte neue Ansätze und Ideen entwickeln, um Engpässen in der medizinischen und pflegerischen Versorgung, insbesondere im ambulanten, wohnortnahen Bereich in ländlichen Regionen zu begegnen. Dabei kann der Gesundheitssektor als Wirtschafts-, Wachstums- und Innovationsmotor für die strukturschwache Region Nordthüringen dienen. Dieses Ziel kann durch eine sinnvolle Vernetzung der Akteure in der Region und mit der Unterstützung der Bevölkerung erreicht werden. Dabei muss der mögliche Fortschritt auch ethisch bewertet und für den Menschen gestaltet werden.

Auf der “Konferenz für eine gesunde Region” wurden erste konkrete Vorschläge hierfür präsentiert. Zentrale Bestandteile der Strategie sollen eine digitale Plattform, eine Wissensdatenbank, Onkolotsen und eine enge Zusammenarbeit zwischen Hausärzten, Fachärzten und Experten sein.